Zwischen Halten und Loslassen
Es gibt Momente, in denen sich mein Leben wie ein großer Zwischenraum anfühlt.
Ein Raum, der viel zu groß ist. Das DAVOR ist viel und das DANACH ist unklar.
Genau da drinnen ist eine Spannung, die schwer ist.
Was sollte man halten und was sollte man loslassen?
Entscheidungen in den ZWISCHENZEITEN sind die schwersten, weil diese Macht bekommen.
Man schaut genauer hin.

Was hält dich und was hält dich fest?
Dazwischen.
Schulter an Schulter. Stütze & Halt geben. Aber schon mal dran gedacht, dass diese Stütze zu viel Gewicht bekommt? Eine Stütze kann zur Last werden, ganz langsam.

Ich lege ab, was zu schwer geworden ist...
Ein Zwischenraum ist ein Raum, der plötzlich leerer ist als vorher. Es steigt Panik in mir hoch, dass es das nicht geben kann. Leere. Platz & Raum lassen.
Aber diese Schale ist nicht leer, weil all unsere Erinnerungen ein Gewicht haben, so sehr ich sie auch loswerden mag.
Ganz leer ist eine Illusion.
Also Zeit Ballast abzuwerfen.
Das loslassen, was viel zu schwer wiegt.

Was trägt mich, wenn ich loslasse?
Kennst du das, wenn die Fäden zum Zerreissen gespannt sind?
Diese Spannung ist so schmerzhaft und befreiend zugleich.
Es hält den Rest zusammen und die Angst des Loslassens ist groß.
Was passiert wenn der Faden reißt?
Fällt alles zusammen oder wird es zum großen Befreiungsschlag?

Zwischen Halten & Loslassen
Vielleicht bleibt weniger als gedacht.
Vielleicht bleibt auch mehr und vielleicht wird alles ganz etwas anderes.
Egal wie du dich entscheidest. Loslassen heißt nicht, dass nichts überbleibt.
Es bleibt das was wichtig ist und wichtig bleibt.